Stingrays: Unterschiede und Sound im Bandmix

Dieses Thema im Forum "Welches Instrument? Erfahrungen?" wurde erstellt von Noble, 21. Januar 2015.

  1. Noble

    Noble The green beast

    Bassix:
    ß62.593

    Ich besitze keinen Stingray, durfte jedoch schon einige live sehen/hören und auch ein paar anspielen. Grundsätzlich fallen die 5er für mich raus, da ich nur 4-Saiter spiele. Würde mich gerne etwas ausführlicher mit dem Instrument beschäftigen. Was mit bisher aufgefallen ist:

    Die Teile klingen alles andere als gleich. Ob das am EQ liegt oder am Schwingverhalten von Korpus und Hals weiß ich nicht. Ich habe mal einen Gig gesehen, wo das Ding einfach nur aggressiv rumgeklackert hat und wiederum einen, wo es zwar mittig-punchie klang, aber nicht klackerig.

    Grundsätzlich mag ich den dratigen Sound, da ich gerne Bässe mit Stegt-PU spiele (JJ,PJ), aber dieses Klackertopping brauche ich nicht! Den Vorteil des Rays sehe ich im dratigen Ton, der gleichzeitig genug Druck untenrum hat...im Idealfall passiert der "Drat" für mich aber eher in den Mitten. Mit dem Lispeln hab ich nicht die Probleme, es ist eher das "Klackern".

    Is das jetzt ne Sache der EQ-Einstellungen?
    Ich hatte auch schon unterschiedliche im Laden. Einer klang kalt und leblos, einer hatte nette Mitten (EQ recht neutral).Gibts die auch mit Erlebodys?

    Wie ist das genau mit den 2BEQ und 3BEQ Modellen? Einige bevorzugen ja die 2BEQs. Warum? Hier z.B. (im ersten Beispiel Fingerfunk) mag ich den Ton...bekäme man das Brizzeltopping mit nem Dreh am EQ weg?Andere Saiten vielleicht? Oder is ein Ray garnix für mich, wenn mich das stört?8D


    Es grüßt: Der Noble
     

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. Mai 2016
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  2. wallsofjericho

    wallsofjericho Member

    Bassix:
    ß1.201
    Hi noble!

    Das ist etwas was mir bislang auch Rätsel aufgibt. Ich hatte bislang mehrere Stingrays in der Hand, die sich zwar alle in ihrem Grundcharakter gleich waren aber jenachdem mehr oder minder britzelig, dumpf, oder mittenpunchig klanglich ausgelegt waren. Was mir aufgefallen ist, ist aber tatsächlich das die Variante mit Maple Griffbrett doch eine Spur aggressiver in den Höhen klang. Ich selbst spiele einen Sterling by Musicman Ray 34 mit Palisander Griffbrett bei dem ich die Höhen auch eher eine Spur zurücknehme als aufdrehe, da mir sonst diese "HiFi Höhen" zuviel werden.

    Zum EQ: Ich finde der EQ ob 2 oder 3 Band reagiert im Vergleich zu anderen Aktivbässen (z.B. meinem Spector) sehr empfindlich! Ich finde das könnte ein weiterer Punkt sein, warum der Bass von Musiker zu Musiker IMHO ziemlich unterschiedlich klingt ... (Macht das Sinn? ich hoffe :D)

    Habe ich schon ein paar mal auf dem Gebrauchtmarkt gesehen ... allerdings kann ich dir nicht genau sagen bei welchen Jahrgängen/Modellen.

    Wenn ich dich mit Britzeltopping richtig verstehe, denke ich könntest du z.B. mit Flats oder höhenarmen Rounds (z.B. Full Nickels) ganz gut klarkommen .... würde so ein Sound dir entsprechen?



    Grüße!
     
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  3. cellkirk74

    cellkirk74 Kalif anstelle des Kalifen

    Bassix:
    ß69.352
    Geklacker liegt an der Anschlagtechnik und eventuell unvorteilhaften Amp und EQ-Einstellungen. Aber alle Stingrays haben die selbe Elektronik (halt 2 oder 3 bd) und den selben PU, die seit vielen jahren auch nicht mehr verändert wurden.

    Im Bandmix ist ein Stingray nicht so aufdringlich wie ein typischer Fenderton, wenn man die Höhen zurück nimmt. Dafür kann er fetter untenrum. Die sind auf clean ausgelegt, also eher nicht auf Knurr...
     
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  4. Logabass

    Logabass Torillofizierter Preamp Fanatiker

    Bassix:
    ß82.738
    Also dann mach ich mal als Exbesitzer weiter. Viele favorisieren den 2Bänder mit Alnico Tonabnehmer als den "Stingray", da er so ursprünglich von Leo entwickelt und gebaut wurde. Gerade die 5Saiter hatten zwischenzeitlich Keramik Tonabnehmer drin und haben immer 3Band EQ, also im Prinzip so wie der Sterling. Für Dich ist ja nur der 4 Saiter interessant, weshalb du zwischen 2 oder 3 Bänder wählen könntest. Diese "Brizzelhöhen" hast Du eigentlich nur, wenn Du die Höhen wirklich 100% reindrehst, im Video kommt auch noch dazu das der junge Mann einen "besonderen" Anschlag nutzt und die Seite etwa schnalzen lässt. Ich hatte immer die Ernie Ball Slinkys drauf und hatte den 3 Bänder so eingestellt, dass er dieses extreme "brizzeln" nicht hat.
    Im Regelfall haben die Stingrays immer Eschekorpus, selten gibt es auch mal Mahagoni (so wie der vom Ray), aber Erle ist mir persönlich noch nicht vor die Füsse gefallen (was aber nichts heißt).
    In einem anderen Beitrag (ich finde ihn gerade nicht) wurde schonmal darüber diskutiert, ob man den 3 Bänder fast so hinbekommt (von der Einstellung) wie den 2Bänder und dies wurde m. E. bejaht. Kong hat dies glaube ich auch bestätigt, da er 3 Rays hat. Ich denke für Dich als altes "Onetrickpony" (Höhenblende :D) wäre mit Sicherheit der 2Bänder der Richtige, da Du hier mit dem Höhenregler das so hinbekämst wie Du möchtest.
     
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  5. cellkirk74

    cellkirk74 Kalif anstelle des Kalifen

    Bassix:
    ß69.352
    Es gibt ein par aus den späten 80gern aus Erle und aus den 90gern bei deckenden Lackierungen aus Pappel.
     
  6. Logabass

    Logabass Torillofizierter Preamp Fanatiker

    Bassix:
    ß82.738
    o.k. wieder was gelernt, Pappel wusste ich aber Erle war mir neu.
     
  7. Metalfist

    Metalfist schnell und böse

    Bassix:
    ß59.251
    Ich habe zwar selbst keinen echten Ray, aber schon oft bei Freunden damit gespielt.

    Für meine Stagg-Kopie habe ich den 2band-EQ nachgebaut und trotz 1400 Euro Preisunterschied braucht sich der Stagg klanglich nicht zu verstecken.
    Klar wird durch die Elektronik daraus noch keine echter Ray, aber die Richtung stimmt definitiv.
    Ich will damit sagen, dass die Elektronik einen Hauptteil am Sound beiträgt.

    Ich selbst mag die Brizzel-Höhen auch überhaupt nicht, daher ist der Höhenregler mindestens um ein Drittel oder mehr zurückgedreht.
    Der Bassregler ist komplett offen.
    So gefällt mir der Sound am besten.
    Was ich gelesen habe wird diese Einstellungen von vielen gefahren.

    Manche lieben aber auch den Sound, wenn alles auf Anschlag ist.
    Das sind dann wahrscheinlich genau die Brizzler, die dir negativ auffallen.
     
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  8. mikki

    mikki Hesslischer Hesse aus Hessistan

    Bassix:
    ß150.032
    die holzvarianten findeste auch in deren database
     
  9. wallsofjericho

    wallsofjericho Member

    Bassix:
    ß1.201
    ... oder an einer ziemlich tiefen Saitenlage die manche fahren. Ich finde da bildet sich dieses "Geklacker" noch mehr raus

    Ich finde da sind die auch ziemlich unterschiedlich. Bei meinem "Sterling by" reicht ca. 30% aufdrehen aus damit das Geklacker deutlich da ist.

    Meinst du den SUB Ray mit Mahagoni? Fänd ich mal interessant zu hören wie das so klingt ... Eigentlich müsste der ja pauschal etwas "milder" in den Höhen sein.
    Mein Ray34 ist aus Esche.
     
  10. cellkirk74

    cellkirk74 Kalif anstelle des Kalifen

    Bassix:
    ß69.352
    Es gab einige Sonderserien aus Mahagoni. Die billigen SUBs von SBMM sind aus Nato oder Basswood, die SUBs von EBMM sind fast alle aus Esche oder auch Pappel oder Erle(sehr wenige).

    Bei den alten SUBs wurde eigentlich nur bei der Lackierung und beim Pickguard gespart, sonst waren die bis auf die passiven, die es auch gab, richtige Stingrays.
     
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  11. Logabass

    Logabass Torillofizierter Preamp Fanatiker

    Bassix:
    ß82.738
    Member Ray Mahagoni hat doch so einen und das ist sicher kein SUB und der ist begeistert davon, da er wohl mehr "knurr" hat.
     
  12. schubi83

    schubi83 tiefer ist geiler

    Bassix:
    ß60.443
    Hi Noble,
    die Sache mit dem Klackersound hat Cellkirk schon angerissen:
    Das Geklacker kommt davon, dass die Saiten die Magnete des Pickup berühren. Dagegen hilft eine seichtere Anschlagtechnik (laaaangweililg ;-)) oder Gaffa auf dem Pickup (hab ich mir mal sagen lassen).
    Nicht ganz. Sicherlich begünstigt eine tiefe Saitenlage das, aber ich würd hier zwischen Bundscheppern und Saite berührt Magnet differenzieren. Ersteres ist nämlich durchaus gewollt;-)
     
  13. wallsofjericho

    wallsofjericho Member

    Bassix:
    ß1.201
    Findest du das ist der Fall in dem Video welches Noble gepostet hat? Ich tendier da eher in Richtung leichtes Bundscheppern

    Sieht doch kacke aus! :D
     
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  14. schubi83

    schubi83 tiefer ist geiler

    Bassix:
    ß60.443
    Jup, beim ersten Abschnitt mit Fingerstyle ganz klar zu hören
     
  15. Logabass

    Logabass Torillofizierter Preamp Fanatiker

    Bassix:
    ß82.738
    Nein, schau mal auf die Finger. Ich würde sagen, dass er die Finger leicht beim Anschlag krümmt und dann leicht schnalzen lässt, ähnlich wie beim Slappen. Ich mach das bei manchen Songs auch so, wenn es passt oder ich zu faul bin ein Pick zu nehmen.
     
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  16. wallsofjericho

    wallsofjericho Member

    Bassix:
    ß1.201
    Denke auch das es eher in die Richtung geht ... aber das will ja der Threadersteller gerade nicht das das passiert :D
     
  17. lallys

    lallys Active Member

    Bassix:
    ß7.676
    Mein 89 er reagiert super auf die Höhenblende. Da lässt sich ne Menge mit dem 2 Band Eq regeln. Im Studio fand ichs mal arg, weil da der Bass alleine gespielt schon heftige Geräusche macht auf so nem High End Studiomonitor. In der Band kein Problem, dem Mixer an der Pa vielleicht mal sagen, dass er die Höhen etwas dämpft, dann passt das.
    Ich find den sound nach Über einem Jahrzehnt noch immer klasse. Spiele gerade aber meine Fender lieber. Der Hals muss einem schon liegen bei MM.
    Aber die neuen Stingrays sollte man sich gut anschauen. Die klingen nicht alle gut. Ausserdem - gebraucht gibts tolle Teile mit Vogelaugenahornhals,alter Bridge und altem PU. Und günstig finde ich die!
    Meiner hat Paligriffbrett, wie es bei maple mit dem brizzeln aussieht weiß ich nicht.
     
  18. Ray Mahogany

    Ray Mahogany Resilienter Patient

    Bassix:
    ß155.031
    Dem ist so. Es ist ein PDN 2Bd mit Rösthals und Pau Ferro Griffbrett, das sonst nur die Fretless Rays haben.
    Klassischer Grundcharakter mit mehr Wärme und knurr. Der 2Bd Eq stammt aus der Classic-Serie, was der genaue Unterschied zu dem 'normalen' 2Bd ist, weiß ich nicht.
    Er klingt in den Höhen viel filigraner, als der 3Bd-Eq, kann aber auch aggro, wenns gefordert wird.
     
  19. wallsofjericho

    wallsofjericho Member

    Bassix:
    ß1.201
    ich finde das ist die bislang logischste Erklärung :bier:

    Unterschreibe ich zu 100%! Hatte mal meinen Stingray an einer Ashdown Anlage ... klang für meinen Geschmack einfach zum brechen.
     
  20. Mudskipper

    Mudskipper .

    Bassix:
    ß115.175
    Ach ja, die Stechrochen - schicke Bässe!
    ich konnte da bisher beim kurzen bis ausführlichen bespielen durchaus große Unterschiede ausmachen. Komischer weise finde ich die sogar sehr krass - es scheint nur Rays zu geben die ich entweder supergeil oder völlig schrott finde. Mit Sinclair habe ich in Ascheberg auch noch darüber gesprochen. mein Ding ist definitiv der Classic 2 Bänder, man muss nur gezielt mit dem EQ umgehen. Viele ballern ja einfach alles voll auf. dies klingt meistens Mist, wenn dieser Sound ungefiltert über DI an die PA geht - den Sound finde ich ganz schrecklich. Ein gebrauchter Classic wird bestimmt mal bei mir landen - ich liebe zwar Tonblenden aber einen guten Ray möchte ich irgendwann mal im Haus haben.
    Ich mag gerade den Ray, wenn man die Höhen wegdreht - ich denke mit Saiten geht da auch noch Einiges. Bei Adrian hing letztes Jahr ein schwarzer Classic mit schon etwas abgespielten ich glaube Nickelsaiten - der Bass war für mich DER Stingray nach meinem Gusto - aber leider mit dem wahnsinnigen Musik Meyer Aufschlag.
     
    Timbo75 und Noble gefällt das.

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