Bassamp abnehmen - Welches Mikro?

Dieses Thema im Forum "Recording, Studio, PC" wurde erstellt von pipeliner, 7. Juni 2008.

  1. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Hallo,

    Ich habe vor meinen Bassamp (LMK 250) einerseits mit DI out, andererseits mit einem Mikro die Box abzunehmen, sowohl im Proberaum in Bandkontext, als auch im "homerecording"-Bereich solo.

    Das Mikro soll halt den Boxencharakter abnehmen, um etwas Wärme reinzubekommen

    Im Musikgeschäft wurde mir empfohlen:
    Audix D6
    http://www.thomann.de/at/audix_d6_bassdrummikro.htm
    EV N/D868
    http://www.electrovoice.com/products/86.html
    SHURE BETA52A
    http://www.thomann.de/at/shure_beta_52.htm

    Ich habe bereits ein Großmembranmikro, das momentan im Proberaum als Raummikro gute Dienste leistet.
    http://www.thomann.de/at/the_tbone_sct700_roehrenmikrofon.htm


    Ich bin für Erfahrungen oder Tipps über eins dieser Mikros sehr dankbar.

    LG
     
  2. JimmyZee

    JimmyZee Active Member

    Bassix:
    ß178
    Ich nehm für sowas gern ein gutes, altes Sennheiser MD421. Das macht einen warmen, weichen Sound mit samtigen Höhen.

    Die Audix-Teile sind lange Jahre als Geheimtipp gehandelt worden, ich hab allerdings noch Keines probieren können. Die EV-Mikros aus der N/D-Serie klingen mir alle ein bißchen zu scharf. Höchstens das EV RE20 (oder PL20 - den Unterschied kenne ich nicht) - das ist super (aber teuer). Das Shure ist sicher auch eine gute Wahl - ich kenn's eher aus der Bassdrum. Es kommt auch drauf an, welchen Klangcharakter du bevorzugst.
     
  3. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Hi JimmyZee,
    Das MD421 und EV R20 habe ich noch gar nicht in Betracht gezogen...
    Danke für die Info.

    Eins habe ich noch vergessen, welches mir noch im Musikgeschäft empfohlen wurde, und zwar das Sennheiser e602 und e902
    http://www.sennheiser.com/sennheiser/icm.nsf/root/500199

    Wir haben leider nur einen kleinen Proberaum, der nicht die beste Akustik hat. Von dem her ist es sowieso fraglich ob ich so ein gutes Ergebnis mit Bassmikrofonieren hinbekomme. Aber versuchen möchte ich es unbedingt...

    Für Solo-Aufgnahme zu Hause hätte ich noch ein Sennheiser e906 zur Verfügung, was im Proberaum zur Git-Amp-Abnahme dient. Für Bass soll das auch gehen, jedoch liegen die Stärken hier im Mittenbereich und weniger im Bassberich.

    LG





     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2008
  4. Struppi

    Struppi Well-Known Member

    Bassix:
    ß1.836
    die ersten drei sind schlagzeugmikros ...

    hab ich ja noch nie gehört mit em bassdrum mic ne box abzunehmen ... [:O!]

    warum willst du im probenraum überhaupt auch mit mikro abnehmen ?
    seid ihr ernsthaft so schweinelaut, dass man deine box nichtmehr hört und die wärme die du willst verlorengeht ?
     
  5. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Die Verkäufer in Musikgeschäften empfehlen Bass-Drum Mikros, aus den Gründen, die dumbopop schon geschrieben hat. Mikros für hohen Schalldruck & tiefe Frequenzen.
    Auch in den Mikrobeschreibungen der Hersteller werden die Mikros für Bassamp-Abnahme empfohlen.
    edit: Nö sind nicht schweinelaut, ich will nur den bestmöglichen Bass-Sound herausholen und aufnehmen.[:-)] Die Gittaristen verwenden ja auch zig unterschiedliche Amp(drum)-Mikros (SM 57, Sennheiser e606,e906, Audix i5...) zum Abnehmen bis der Sound den Vorstellung entspricht... (sind auch alle snare, percussion Mikros [;-)]

    DI Out hört sich einfach anders an als wenn man über die Box hört/mikrofoniert (Lautsprecher, Raum).
    Im Proberaum soll es nur ein Versuch sein, jedoch ist für homerecording-Bass Aufnahmen (wo ich Spur für Spur aufnehme), glaube ich, ein Mix zwischen DI-Out-Signal und Bassbox-Mikro-Signal der goldene Mittelweg.

    LG

     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2008
  6. Oli Wan

    Oli Wan Verrickt

    Bassix:
    ß86.675
    für richtig gute aufnahmen würde ich in jedem fall einen grossmembraner auch zur bass-abnahme empfehlen! probier doch mal deins dafür aus.
    ich habe das studioprojects b3, allround einsetzbar, auch für akkubass.
    wenns ans live geht hörst du eigentlich sowieso keinen unterschied mehr und ob die box jetzt wärmer klingt, fürchte ich..ist eher eine sache für aufnahmen. kick-mikros haben meist eine eigene charakteristik, mit leichter betonung auf den heute modernen mittenbereichen für das attack, das willst du beim bass nicht unbedingt haben denke ich..
    andere mikros haben einfach nicht das breite frequenzspektrum, komprimieren auch schon mal eher. ich würde in jedem fall ein kondensator-mikro vorziehen.
     
    LovinRomance gefällt das.
  7. Tomtom

    Tomtom Peace

    Bassix:
    ß39.046
    Ich habe die besten Erfahrungen mit dem EV RE20 und dem Sennheiser MD421 gemacht. Ich würde ein dyn. Micro bevorzugen. Mit Kondensatormikros muss man etwas vorsichtiger agieren. Kommt ein bisschen auf die Lautstärke an, ausserdem sind im Live Einsatz die "Dynamiker" m.E. zu bevorzugen (robuster). Audix Mikros habe ich noch nicht getestet, habe aber viel gutes gehört. Testen sollte man auch die bekannten AKG Bassdrum Mikrofone.
     
  8. lenni

    lenni Member

    Bassix:
    ß2.093
    ich würde auf keinen fall ein basedrum mic nehmen, ne ne ne!!!
    großmembraner sollten dazu verwendet werden, versuche dein tbone obs was taugt. ansonsten kann ich dir audiotechnika empfehlen, die machen gnaz gute mics für wenig geld.
    klassiker dafür sind eben neumann, akg und co, oder das genannte ev, aber auch leider sehr teuer. sowas kann man aber auch mieten, hör dich doch mal um, dann haste sound für 2500,- und hast nur einen bruchteil bezahlt.
     
  9. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Zu Hause nehme ich mit einem Line6 UX2 auf.
    Im Proberaum steht ein paar Jahre altes Vostex 10 Spur HD Recorder. Leider haben wir keine Mic-Preamps....

    Sonst haben wir noch 2 Shure SM58 für Gesang, 1 Sennheiser e906 für Gitarren-Amp, 2 T.bone SCT 700 als Raummikro und ein SCT 400 verwenden wir fürs Schlagzeug.

    Ist zwar minimalistisch, aber wir wollen nur Probenmitschnitte so aufnehmen. Insgesamt hört es sich nicht so schlecht an. Wir experimentiren noch mit der Mikroaufstellung....

    Mit dem DI Out vom LMK 250 bin ich sehr zufrieden, jedoch hätte ich den DI-Out Sound halt mit einer Mikro-Abnahme gemixt, um den Sound von meiner Box (FMC 15" mit HT) und Raum mitaufzunehmen.

    Als erstes werde ich mein SCT 700 dafür einmal ausprobieren. Ich habe es bisher nur zur Abnahme von Stimme, Western-Gitarre und Raummikro verwendet, von dem Mikro bin ich bis jetzt sehr zufrieden...ich werde ja sehen, wie es mit Bass zurecht kommt...

    LG

     
  10. Oli Wan

    Oli Wan Verrickt

    Bassix:
    ß86.675
    bei dieser abnahmesituation spricht absolut gar nichts gegen kondensatoren! liefern in jedem fall den breiteren sound, und du hast ja schon eins zum probieren. teste in jedem fall verschiedene abstände zur box, das macht viel aus! (zb. nehme ich den arco oder den stoll-akkubass am liebsten aus ca. 50cm entfernung ab, da kommt der ton am vollsten)
    bei neuanschaffung solltet ihr tatsächlich auch an ein paar mikropreamps denken, oder an einen mischer mit passablen preamps. das macht ungeheuer viel aus, gerade was die von dir gewünschte wärme angeht, zb. durch eine röhre in der vorstufe. (für mich zb. die kombination b3 mit dem vtb1 preamp von studioprojects, nicht state-of-the-art aber für den preis sehr gut)
     
  11. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Danke sku für den Link! Genau so eine Info wollt ich!! [:-)][:-)][:-)]
    Danke Hoss für den Test und Soundbeispielen!!

    Von den Basskick Micros AKG D12/112 und vom Shure BETA52 bin ich etwas enttäuscht. Dieser Sound gefällt mir nicht wirklich.
    In en Hörbeispielen ist auch bei mir das Sennheiser MD421 der Gewinner.
    Vom SM58 bin ich auch sehr positiv überrascht.

    Dann werde ich neben dem SCT700 noch mein Shure SM58 vor dem Bass Lautsprecher im Proberaum ausprobieren.


    Oli Wan, ich meinte wir haben keine extra preamps (z.b. Röhrenpreamps) für die Mikros, jedoch besteht das Fostex Teil aus einem 10 Kanal Mischpult und einem HD Recorder, die mit einem optischem Kabel verbunden sind. Im Mischpult sind natürlich preamps, nur weiß ich nicht wie gut die sind...ich werde heute noch einmal nachschauen wie das Teil genau heißt.

    LG
     
  12. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Ja, wo du es sagst, es ist die VM200 / VR800 Kombi...stimmt ist nur ein 8 Spur Recorder. So sieht's aus:
    http://www.soundonsound.com/sos/oct99/articles/fostexvs.htm

    Größere Festplatte ihaben wir auch schon eingebaut.

    Danke für den Tip mit den frequenzabhängigen Überlagerungseffkten...werde ich machen...an was man alles denken muß.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2008
  13. Oli Wan

    Oli Wan Verrickt

    Bassix:
    ß86.675
    ..deshalb liebe ich die rein akustischen aufnahmesituationen..[:D]
    ein paar gute mikros, preamp und ab in den recorder, herrlich.
     
  14. basspromillo

    basspromillo Member

    Bassix:
    ß978
    Ich kann noch das Beyerdynamic TG 88 empfehlen, sowohl für Bass und Bassdrum, finde aber auch das es ein tolles Gesangsmikro ist, auch Bläser sollen gut darüber kommen, hab ich aber noch nicht selbst probiert
     
  15. JimmyZee

    JimmyZee Active Member

    Bassix:
    ß178
    Naja, letztlich ist der Beruf eines Tonmeisters einer, für den man viele Jahre studieren geht . . .

    [8D][;-)]
     
    chrisbass_1999 und LovinRomance gefällt das.
  16. pipeliner

    pipeliner New Member

    Bassix:
    ß96
    Hallo, Danke für die weiteren Mikro-Empfehlungen.
    ich habe momentan nicht soviel Zeit zum Testen, jedoch habe ich unlängst ein Shure Beta 57A zum Abnehmen verwendet...bin sehr postitiv überrascht.[:-)]

    Am liebsten hätte ich das Sennheiser MD421, jedoch hat es einen stolzen Neupreis[**/] 333.--Euronen ist echt nicht wenig.

    LG

     
  17. lukke

    lukke active Flitzefinger

    Bassix:
    ß1.896
    Mein Bassamp wurde letztens zum aufnehmen mit einem SM57 und einem Bassdrum-mikro abgenommen. die zweite spur war das signal des DI out. klingt ULTRA FETT!!! [:D]
     
  18. HARTKARL

    HARTKARL Member

    Bassix:
    ß115
  19. nofutureman

    nofutureman New Member

    Bassix:
    ß126
    Wer ein SM 58 Rumliegen kann kann sich den kauf eines SM57 zumindest vorerest sparen.
    Die Kapsel ist genau die gleiche lediglich der Korb ist anderst.

    Schraubt man den Korb des SM58 ab erhält man genau die Karakteristik des SM57.

    Nur mal so als Anregung für die die das SM58 eh rumliegen haben und das 57er klanglich gern höhren würden.
    Für den Liveeinsatz ist diese Lösung allerdings weniger geeignet da die Kapsel dann ungeschützt ist.
    Zum Recorden allerdings Super Lösung

    Quelle: Shure Produktsupport

    gruß nfm
     
    LovinRomance gefällt das.
  20. gaemschbock

    gaemschbock Neu?

    Bassix:
    ß763
    Ich dachte immer, dass das SM-57 Pegelfester sei...

    Vom SM-58 habe ich den Eindruck, dass es etwas wärmer klingt. Ich nehme den Bass für Aufnahmen wie folgt ab: SM 57 nahe an die Membran (ca. 5 cm Abstand, aber nicht auf die Kalotte, sondern über der richtigen Membran). Das SM 58 steht ca. 20 cm weg von der Box, zielt aber auf einer anderen Membran auf einen ähnlichen Punkt. Dies geht dann zuerst noch durch ein SM Pro Audio Röhrenpreamp und dann in den Recorder. Das klingt dann viel wärmer und komprimierter (wegen dem Optokompressor natürlich) als die direkte Aufnahme mit dem SM 57... So habe ich zwei unterschiedliche Sounds, die ich dann je nach Stelle beliebig miteinander mischen kann... Raummikros (Kondensator) habe ich auch getestet (eines von SE Electronics und ein Shure - Typen weiss ich nicht mehr), aber das empfand ich als unnötig. Die beiden dynamischen haben wirklich alles abgedeckt, was ich haben wollte... Aber ich habe mich auch intensiv (> 6 h) damit beschäftigt und mit Positionierungsorten, Winkel zur Membran, Nähe zur Membran, usw. experimentiert.

    Grüsse
     

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