Bass Fly Rig von Tech21

Dieses Thema im Forum "Effekte" wurde erstellt von Klaus, 16. Juli 2016.

  1. Klaus

    Klaus Well-Known Member

    Bassix:
    ß6.532
    Seit der Ankündigung bin ich gespannt auf das Bass Fly Rig von Tech21. Vorgestern kam ganz überraschend die Lieferung des schon lange bestellten Teils bei mir an - der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können - zwei freie Tage mit einer abschließenden Bandprobe gestern Abend boten perfekte Gelegenheiten für einen ersten Test.

    Flyrig 1.jpg

    Der erste Eindruck. Das FlyRig ist deutlich kleiner als man es von den Bildern erwartet. Dennoch ist alles sehr übersichtlich untergebracht und intuitiv zu bedienen. In der langen, typisch Tech21 in schwarz gehaltenen Schachtel, diesmal ist es keine Metalldose sondern Karton, findet sich neben dem FlyRig ein Netzteil, die Bedienungsanleitung, sowie der übliche Tech21 Aufkleber, sowie ein Karte mit der man das Teil beim Hersteller in den USA registrieren lassen kann. Das Netzteil erinnert überraschenderweise von der Form eher an ein Ladegerät für Handys, dies soll sich jedoch später als nicht unpraktisch herausstellen. Man muss jedoch anmerken, das das FlyRig - im Gegensatz zu anderen Tech21 Pedalen - nur per Netzteil, also nicht alternativ mit Batterie oder gar Phantom-Power gespeist werden kann.

    Flyrig 2.jpg

    Herzstück das FlyRigs ist hier der SansAmp, der mehr oder weniger einem VT Bass Pedal entspricht. Dies ist nun nach dem VT Bass, dem VT Bass Deluxe, und dem VT Bass DI der vierte Bodentreter in dem Tech21 diese "Ampeg Simualation" verbrät (dazu kommen noch zwei Topteile). Ich besitze alle vier Pedale und muss sagen, dass mir die Version im FlyRig am besten gefällt. Das liegt sicherlich vor allem daran, dass der hier verbaute SansAmp weniger stark auf Verzerrung ausgelegt ist als die unterschiedlichen Vorgänger. Auch klingt diese Variante weniger höhenreich, bzw. schrill. Er produziert einen sehr fetten warmen Ton - eigentlich so wie ich es mir von Anfang an vom VT Bass gewünscht habe. Wem das zu wenig Höhen bietet, für den steht auch noch ein "Bite" Taster zur Verfügung. Meine erste Befürchtung, das Fehlen des Speaker-Simulator-Tasters könnte mich stören, hat sich nicht bestätigt. Sowohl direkt in den Amp, also auch am XLR out gefällt mir der Sound.

    Flyrig 3.jpg

    Rechts neben dem SansAmp Fußtaster - der sinnigerweise in der Mitte des Pedals angeordnet ist, ist ein Boost Taster. Den Boost kann man wahlweise vor bzw. nach den Sansamp legen, um so entweder den Sound nur lauter zu machen, oder aber den SansAmp noch ein wenig mehr zu "kitzeln". Hier kann man dann doch ganz ordentlich zerren.

    Ganz rechts außen - am Anfang der Signal-Kette findet sich ein Kompressor. Mit nur drei Reglern Level, Ton und Kompression kann hier auch ein eher Kompressor unerfahrener User schnell gute Ergebnisse erzielen.

    Flyrig 4.jpg

    Links vom SansAmp findet sich ein mit "Octa" bezeichneter Effektbaustein, der einen Octaver, einen Dynamik-Filter und Fuzz beinhaltet. Nur drei Regler - Mix, Q und Range, sowie zwei Taster mit denen man Ocatave und Fuzz zu- und abschalten kann sollen hier genügen. Tech21 zeigt hier stolz, wie man Moog-Synthi ähnliche Klänge erzeugen kann. Geht sicher, doch so richtig praktikabel finde ich den Bereich nicht. Den Fuzz hätte ich vielleicht als alternativen Zerrer brauchen können. Doch da er keinen eigenen Gain Regler hat, kann man ihn nur dazu mischen. Ist also eher eine Zerre Marke nervige Hummel, die man halt leicht im Hintergrund "mitfliegen" lassen kann. Hier wäre - meiner Meinung nach - ein weniger spektakulärer, jedoch praktikabler Bereich, etwa ein zusätzlicher schaltbarer Equalizer, oder ein alternativer SansAmp - beispielsweise die Schaltung des guten alten BassDrivers, sinnvoller gewesen. So hätte man beispielsweise zwei abrufbare Basissounds zu Verfügung gehabt. Dennoch habe ich mit der Zeit einen Effekt gefunden, der - ohne Fuzz und ohne Octave - rein mit dem Filter einen leichten Pseudo-Wah Klang schafft, der für Funky gespielte Teile gut kommt, und so gut zu unseren Disco Nummern, in der 70s Show Band passt.

    Ganz links findet sich noch der unvermeidliche Chorus Effekt, der mit einem Regler regelbar ist. Ich bin beim Bass kein großer Chorus Anhänger, doch so wie es mir erscheint, klingt der Effekt gut und brauchbar. Viel lieber wäre mir - also alter 70s Fan - ein Flanger gewesen, oder zumindest die Möglichkeit, auf Flanger umzuschalten. Damit hätte man schöne Phil Lynott Sounds zur Verfügung gehabt. Doch so ein Teil muss ja viele ansprechen und kann sich daher wohl nur auf die gängigen Effekte konzentrieren.

    Halt: Im Chorus versteckt sich noch etwas. Wenn man den Chorus Schalter länger gedrückt hält wird der Ausgang stumm geschaltet (mute) und der Tuner springt an. Ein einfaches Stimmgerät das schnell und problemlos nachstimmen ermöglicht. Auch bei runtergestimmten Bässen etc. hat es gut funktioniert. Auch Top!

    Damit es vollständig ist: XLR out gibts natürlich auch (Pre-Post Schalter nicht - wäre ja auch Blödsinn) und man kann den Ausgang auf Kopfhörer umschalten. Der Taster ist leicht zu erkennen. Achtung: Vergisst man den wieder auszuschalten und schließt an den Ausgang einen Amp an, gibts nen ordentlichen Signalboost. Da hat man schnell mal eine Box geschossen ... ein separater Kopfhörerausgang wäre garantiert sicherer gewesen.

    Nachdem ich mit dem Teil einen guten Tag Spaß zu Hause gehabt habe, kam das Pedal mit zur Bandprobe. Auch hier war ich total angetan vom Sound des SansAmp, der meine RIC richtig fett und röhrig an Amp und PA gegeben hat. Bis jetzt hatte ich den Eindruck, dass die VT Bass Pedale vor allem mit Precis gut klingen. Dies ist das erste Pedal mit VT Bass das mir auch mit meinem 4003 gut gefällt. Daumen hoch.

    Ich muss allerdings sagen, dass ich primär den SansAmp und das Stimmgerät benutzt habe. Hin und wieder den Boost oder den Kompressor. Mit dem Kompressor habe ich übrigens mit doch einen "alternativen" Sound geschaffen. Der Kompressor verfügt über einen Regler mit dem man die Höhen boosten kann. Eigentlich gedacht um Soundunterschiede vom komprimieren auszugleichen, lässt sich der Kompressor auch dazu verwenden einfach einen helleren Sound abrufbereit zu haben. Die Kompression nur sehr gering geregelt, dafür aber die Höhen ordentlich geboostet ... und schon klappt das.

    Wie gesagt, bei wenigen Disco Nummern noch den Octa aktiviert - das wars. Ich bin mir sicher - jeder wird für sich andere Wege finden, und es gibt sicher noch 1000 Tricks auf die man erst kommt, was man alles mit dem Teil anstellen kann.

    Dennoch, selbst wenn ich hauptsächlich nur den SansAmp und das Stimmgerät nutze ist das Teil für mich praktisch. Was nutzen einem die vielen Effektteile mit hunderten von Effekten, wenn der Grundsound nur mittelprächtig ist.

    Jetzt nochmal zur wirklichen Überraschung. Durch das dünne Netzteil (ich erinnere: Handy-Ladekabel-Format) und die geringen Abmessungen, passte das FlyRig plus Netzteil optimal in die "Noten-Tasche" meines Gigbags. Und das ohne den Kabeln, und dem Satz Ersatzsaiten, die ich da standardmäßig drin habe viel Platz wegzunehmen. Das Teil ist wirklich ultrapraktisch konzipiert!

    Klar, 400 Euro sind auf den ersten Schlag einen Menge Holz für ein Effektpedal mit relativ wenig Effekten. Doch Konzeption und das "Herz" der SansAmp stimmen - und so ist mir das Teil das Geld wert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2016
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  2. Logabass

    Logabass Torillofizierter Preamp Fanatiker

    Bassix:
    ß78.395
    Danke für den aufschlussreichen Erfahrungsbericht! :bier:

    Eine Frage hätte ich allerdings dazu. Könnte man mit dem Teil auch direkt eine Endstufe anfahren, sprich wie ist der Ausgangspegel. Jetzt habe ich doch noch eine Frage ist der "Pseudo Wah" Klang so Richtung "Envelope filter" oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Danke vorab.
     
  3. Klaus

    Klaus Well-Known Member

    Bassix:
    ß6.532
    In der Bedienungsanleitung steht "universal output" für Bassamps und Effekte sowie für Mischer und Computer inputs. Daher sollte auch Endstufe direkt gehen. Ausprobiert habe ich es allerdings nicht.

    Pseudo Wah - so wie ein anschlagabhängiges Wah Pedal. Je stärker man anschlägt, umso mehr "Wah"! Das ganze habe ich dezent dazugemischt - also eher so ein Touch Wah. Es gibt einige Youtube Beispiele - auch von Tech21 selbst. Da sieht man sehr gut was geht. Allerdings ist mir das meiste da zu extrem eingestellt. Zum Glück gibts den Mix Regler. Man sollte nie übertreiben mit Effekten!
     
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  4. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
    Danke Klaus für den tollen Erfahrungsbericht!
    Eine Frage hätte ich noch:
    Wenn man den Boost pre schaltet um auf Tastendruck mehr Drive zu bekommen. Bleibt dann die Gesamtlautstärke gleich?
     
  5. Klaus

    Klaus Well-Known Member

    Bassix:
    ß6.532
    Erstmal vielen Dank für Dein Lob.

    Zu Deiner Frage. Nein, die Gesamtlautstärke steigt auch beim "Pre-Boost" an. Im Endeffekt ist es so, als wenn man den Gain Regler höher dreht. Ich hätte es auch besser gefunden, wenn die Gesamtlautstärke beim Pre-Boost gleich geblieben wäre. Doch dazu hätte man dann wohl noch einen Master Regler benötigt, der im Pre-Boost Modus die angeboostete Lautstärke wieder runterregelt, oder eine Schaltung die das automatisch macht (gibt es - aber leider nicht hier beim BassFlyRig).

    Generell ist das auch mein größter Kritikpunkt. Man hat keine Möglichkeit zwei echte unterschiedliche Sounds direkt abrufbereit zu haben, sondern muss sich im Prinzip für einen Grundsound vom SansAmp entscheiden, den man dann mit unterschiedlichen Effekten versehen kann (Kompressor, Chorus, Octaver, etc.) ... es ist im Endeffekt eine Kette von Bodentretern in einem Gerät.
     
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  6. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
    Danke für die Info. Das ist schade und mindert den Nutzen für mich. Dann brächte ich doch einen zusätzlichen OD. Dann kann ich gleich mein bisheriges Effektboard weiter nutzen. Der Charme des Fly Rig lag ja bisher darin, dass es eine all-in-one-Lösung sein sollte.
     
  7. Klaus

    Klaus Well-Known Member

    Bassix:
    ß6.532
    Das stimmt! Doch die "all-in-one Lösungen" sind halt auch immer ein Kompromiss. Ist halt die Frage wie viel Kompromiss man eingehen will. Für mehrere Sounds kann man z.B. auch den VT Bass Deluxe oder den Bass Driver Deluxe nehmen. Doch da fehlen halt dann die anderen Sachen wie Kompressor oder das Stimmgerät.

    Sehe den Fly Rig, wie sicherlich die Gitarristen auch mit deren Fly Rig, als eine kleine Lösung für das "kleine Besteck" oder als ein Back-up. Und zum Proben ist es auch ideal, weil man nur schnell mal das Teil mit ins Gigbag stecken muss.
     
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  8. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
    Ja, die perfekte Lösung bekommt man nur mit ausgewählten Einzelkomponenten.

    Was mich abe immer noch reizt, ist deine Aussage, dass der Sansamp besser klingt als in den anderen VT-Pedalen. Gerade das Quentchen Wärme, Dicke was fehlte und etwas weniger aufdringliche Hochmitten/Höhen waren die Punkte, die ich gerne gehabt hätte.

    War ja -für mich - schon der Klang des VT Bass DI spürbar besser als noch beim VT Deluxe.
    Na, mal schauen....
     
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  9. Uwe 65

    Uwe 65 Active Member

    Bassix:
    ß5.996
    Ich fand eigentlich den Octa auch schrottig....Der Rest passt....Chors klingt gut!
     
  10. Klaus

    Klaus Well-Known Member

    Bassix:
    ß6.532
    @Bassbernd: Ja, ehrlich gesagt hat mich das auch gewundert, und ich habe mich erst gefragt, ob ich mir das nur einbilde. Denn ich bin davon ausgegangen, dass da ganz einfach das gleiche Teil verbaut ist. Daher habe ich den normalen VT Bass mit angeschlossen, und immer versucht die gleichen Sounds einzustellen um einen Vergleich zu haben. Und ja, das FlyRig klang für mich besser. Weniger scharfe Höhen, mehr "Wohlfühlmitten" ... der Ton ist runder, fetter, wärmer, weniger scharf und weniger schnell im Zerrbereich. Und auch der Zerrbereich klingt meiner Meinung nach besser. Das kommt ganz sicher auch daher, weil das FlyRig gain-mäßig anders abgestimmt ist.
     
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  11. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
    Na, das hört sich wieder gut an :-). Ich werde es demnächst mal unter die Lupe nehmen.
     
  12. silber_bass

    silber_bass Equipment-Nerd

    Bassix:
    ß4.480
    Für mich hat's da leider nicht gezündet. Ich wollte das Teil auch unbedingt testen und habs gleich beim großen T bestellt.
    Ich hoffte die eierlegende Wollmilchsau zu bekommen, am Schluss war's das leider nicht.

    Der verbaute Sansamp gefällt mir ebenfalls am besten von allen getesteten Tech21 Tretern, da kann ich die Aussage von Klaus glatt unterschreiben! Der Boost mit Pre/Post ist auch gut. Allerdings hat der Kompressor für mich gar nicht getaugt, da ab ca. 10:00 Uhr schon deutliches Pumpen wahrzunehmen war, darunter die Kompression für mich aber noch zu gering ausfiel. Da mein Kompressor eigentlich immer läuft leider ein Killerkriterium für mich. :-(

    Aus der Octa-Einheit kommt im Vergleich zu Einzelpedalen erwarteter Maßen nichts wirklich berauschendes raus.

    Am Chorus gibt es nicht viel zu meckern, außer dass ein Volume Regler noch das i-Tüpfelchen gewesen wäre. Der Tuner ist leider auch nicht besonders fix und genau.

    Das Bass Fly Rig kann bestimmt für viele Bassisten die lang ersehnte Erlösung bedeuten, da das natürlich alles sehr subjektiv ist. Für mich bleibt das kleine Besteck für den direkt-ins-Pult-Gig erstmal die Tone Hammer DI, der EHX Bass Soul Food, mit nem Empress Compressor und dem Polytune 2. Das klingt so wie ich mir das wünsche, ist aber - und hier kommt der Haken - wahrscheinlich viermal so schwer und mindesten fünfmal so groß wie das Fly Rig, wenn ich das Pedaltrain Nano mit einrechne. In die Notentasche passt dass dann leider nicht mehr. Deswegen muss ich dann wohl auch zugeben, dass ich mit nem besseren Kompressor an Bord schon nochmal in Versuchung käme. Chorus und Octa könnte man wegen mir auch komplett weglassen.
     
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  13. sparton

    sparton Member

    Bassix:
    ß1.364
    Ich hab mir das Ding auch angeschafft und finde den Kompressor unbrauchbar.Die Boostfunktion ist für mich auch Sinnlos.Sansamp ist wie erwartet,den benutze ich
    zum Anzerren-im Gegensatz zu meinem Overdrive kann er das gut ohne ins Higain zu fahren.Ich hab nur Bedenken,daß mir bei dem unsanftem Schalten
    ein oder andere Poti wegfliegt.D.I.hat mich auch überzeugt und der Chorus ist für Ein-Knopf-Bedienung mehr als gelungen.Mit der Q-Funktion muß man sich ne Weile beschäftigen
    bis was gscheites rauskommt.Wegen den wackeligen Potis ist der Preis nicht gerechtfertigt aber die leuchten so schön :O!.Alles in Allem ergibt sich durch das Ding ein Gewichtsersparnis
    von ca.3 Kg.Apropos,getestet wurde mit Mesa D-800,Mesa Bass400,und Traynor YBA 200II und div.Boxen von Warwick,Ashdown und BS und über alle 3 waren die Ergebnisse zufriedenstellend :rolleyes:
     
  14. silber_bass

    silber_bass Equipment-Nerd

    Bassix:
    ß4.480
    400,- Schleifen dafür, dass Du nur den Sansamp und ggfs. dieses Octa-Dingens benutzt ist dann aber eher ein schlechtes Geschäft... Sooo viel schlechter klingt die VT Bass DI dann auch nicht.
     
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  15. sparton

    sparton Member

    Bassix:
    ß1.364
    Genau,ok der Chorus ist gut,der Tuner und vor Allem die Größe des Geräts.
     
  16. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
    So, nach einigen Zögern habe ich mie das Bass Fly Rig auch geholt. Und ich muss sagen, ich bereue es nicht! Ist schon echt cool das Teil! Ich habe es nun schon bei 2 Proben und einem Gig gespielt.Hier meine Erfahrungen damit:

    Das Äussere: klein, stabil, super leicht im Gigbag zu verstauen, aber auch etwas fummelig wegen der kleinen Potis und Schalter. Man muss schon etwas aufpassen um nicht versehentlich einen Druckknopf zu drücken.

    Der Sansamp: das Herzstück und meiner Meinung nach der am besten abgestimmte Sansamp von tech21!
    - fetter als in den anderen Sansamps und VTs
    - weniger färbend. Der Charakter des Basses kaum verbogen.... Super!
    - viel Clean-Gain-Reserven. Sehr schön!
    - drive und character intragieren auch etwas anders als z.b. Bei den VT-Teilen. Nicht mehr so extrem und klinisch. Das gefällt mir sehr gut.

    Boost: die pre/post möglichkeit ist genial! Ich wollte erst den pre nutzen um etwas mehr drive zu bekommen. Dann erhöht sich leider auch etwas die Lautstärke, so dass das für mich nicht passt. Aber ich nutze das jetzt post um bbei Bedarf etwas die Gesamtlautsärke anzuheben, z.b. Wenn ich vom P-Pickup auf P/J umschalte, der etwas schwächer ist. Oder wenn ichdas Fuzz aktiviere. Da braucht es ein bisschen mehr Power.

    Compressor: sehr eigen. Aber ich mag ihn immer mehr. Gerade für 70ths Rock und Funk bringt er genau das benötigte Pumpen. Ich fahre ihn nur auf 9 - 10 Uhr, da sonst das Pumpen zu heftig wird. Durch den TonePoti kann man ihn klanglich noch gut beeinflussen.

    Chorus: passt, macht genau das was er soll. Von fein bis viel einstellbar.

    Octa-Einheit: schon sehr speziell. Ich habe aber einen brauchbaren Fuzz hinbekommen. Wenn man Range nicht ganz voll aufdreht wie im Manual vorgeschlagen, sondern etwa auf 15 - 16 Uhr, wird es etwas dunkler und geht leicht in Richtung Distortion. Für mich ok, aber nicht 100%ig die Zerre die ich brauche. Als Notlösung ok, ansonsten einfach Wunschdrive vorschalten. Der Blend regler ist hier sehr wichtig!

    Tuner: passt! Und für mich ein entscheidender Kaufgrund für preamp (mich interessiert nur Live-Einsatz)

    Achtung! Das Teil ist dafür gemacht, direkt ins Pult zu gehen. Dann bringt es einen absolut geilen DI-Sound! Die Speakersim ist aktiv, wenn der Sansamp aktiviert ist. Das hört man deutlich. Das passt evtl. nicht zu jedem Amp. Mit meinem getunten Micro VR (mit 1000 Watt) harmoniert das aber sehr gut.

    Man kann das Fly Rig auch nur als Effektgerät ohne sansamp nutzen. Dann ist die Speakersim ja aus und die Effekte , vor allem der Comp klingen offener.

    Kopfhörer-Sound ist auch gut.

    Beim Gig bin ich direkt ins Pult und habe mir das dann auf den Monitor legen lassen. Sehr guter Sound. Auch vorne über PA! Da liegt die Stärke dieses Teils. Ich hatte sonst keine Effekte dabei und das klappt gut für kleine Gigs wo ich meine Ansprüche etwas zurückschraube.

    Das Teil kann viel, ist autark einsetzbar. Man hat einen Tuner dabei und die wichtigsten Effekte. Sicher kann ein einzelnes Effektgerät jede Disziplin besser. Aber wie gesagt. Über DI kommen alle Komponenten absolut stimmig rüber!

    Alleine schon wegen dem toll gelungenem Sansamp ist das Fly Rig sein Geld wert. Der fehlende Blend-Regler ist verschmerzbar, da der Sansamp wesentlich neutraler klingt, als die anderen Tech 21 Teile die ich kenne. Und ich hatte schon BDDI, VT Bass, VT Bass DI und VT Bass Deluxe. Das Flyrig klingt wesentlich ewachsener, wärmer und weniger färbend. Mir gefällt es für die beschriebenen Einsatzzwecke
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Dezember 2016
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  17. bassbeat

    bassbeat 5-String

    Bassix:
    ß3.820
    So!!!!!!!!

    Nach all dieser blöden Schleichwerbung hier musste ich mir das Teil auch bestellen.:(!

    Und ihr seid schuld!!:teufel::teufel::teufel::teufel::teufel:

    Schämt euch.:zyklop:


    :D:D:D:D:D:D
     
  18. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
  19. Bassbernd99

    Bassbernd99 Well-Known Member

    Bassix:
    ß10.993
    Je länger ich das BFR nutze, desto besser gefällt es mir. Es harmoniert super mit meinem getunten Micro VR und der DI Sound macht unseren Mischer happy.
    Ich habe mir jetzt ein gebrauchtes 15er Monitor Leergehäuse billig geholt. Ich habe noch einen 15er Fane Souvereign 500 übrig und werde mir damit und einem Hochtöner und Schaltfeld von FMC meine eigene Bass-Monitorbox zusammenschustern. Wenn das klappt, wäre mein großes Stack überflüssig

    Ich bin jetzt echt am Überlegen, ob ich mein großes Vollröhren Stack mit FMC 610 in Rente schicke. Mit zunehmenden Alter werden die Gigs auch kleiner und ich habe das große Stack dieses Jahr kein einziges Mal zu Gigs mitgenommen. Selbst im Proberaum spiele ich zur Zeit nur noch über das Bass Fly Rig.
     
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  20. Meypelnek

    Meypelnek Shamona; hee hee!

    Bassix:
    ß30.620
    Ich bin noch immer nicht vom BFR überzeugt. Ich glaube ich hab jetzt echt jeden Review im Netz und auf YT gelesen/gesehen. Ich finde schon das Grundkonzept ein bißchen schade - sprich knapp vorbei am Ideal. Es ist doch so: Fragt man Bassisten, was sie in so einer superpraktischen Leiste bräuchten, würde wohl die Mehrheit folgendes äußern (Reihenfolge nach meiner persönlichen Priorisierung):

    - Tuner
    - variabler Eingang zur (am besten stufenlosen) Anpassung des Input unterschiedlich Output-starker Bässe
    - Kompressor
    - Booster
    - EQ Sektion (am besten mit semiparametr. Mitten f. Slap-Sound, Jazz Solo-Sound, Motown-Sound, etc.)
    - Zerrer ((((Fuzz)
    - D.I. Ausgang

    Soweit haben wir es ja fast schon zusammen. Nur fehlt eben eine EQ-Sektion und leider scheint der Kompressor nicht wirklich der Hit zu sein. Verschmerzbar, dass man nur einen (nicht variablen) PAD Knopf hat. Aber jetzt schreibt hier auch noch jemand, dass der Tuner nicht optimal arbeitet?

    Alles was jetzt kommt ist in jedem Fall "nice to have", aber man kann auch einen jeden Gig in einer Coverband mit breitem Spektrum ohne diese Effekte bewerkstelligen (Reihenfolge wieder nach meinem persönlichen Gusto):

    - Octaver
    - Envelope Filter
    - Chorus
    - Flanger/Phaser
    - Delay, Hall, etc.

    Warum also nicht für den nicht wenig bescheidenen Preis ein wenig mehr ins Detail gehen und auf die wirklicklichen Bedürfnisse achten:
    - leistungsfähiger Tuner
    - variabler Eingang
    - leistungsfähiger Kompressor für alle Situationen, der nicht gleicht pumpt
    - SansAmp (gerne wie verbaut, vielleicht noch mit einem Blend-Regler)
    - EQ-Sektion kombiniert mit Boost (pre/post SansAmp)
    - Octaver oder Envelopefilter anstelle der Gimick-artigen OctaFuzz Sektion?

    Dafür könnte man sicher "on the fly" auf einen Chorus verzichten.

    In der Summer fühlt es sich für mich an, als wäre das BFR eine verpasste Gelegenheit. Zumindest für den Preis. Schade ...
     
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