Workshop: "Night Shadows" - Seite 1
von Lilith
Huhuhu...
Ich dachte ich steuer jetzt auch mal Übungsfutter bei & hab euch
hier eine meiner momentanen Lieblingsetüden getabt. Wenn euch die
Noten brennend interessieren, fragt mich per email, aber ich denke
mir, NIEMAND kennt die Noten um die 10. Lage auf der C-Seite
auswendig...!
Okay, ursprünglich war das Ganze das Ende eines Gitarrenstücks von
Maria Linnemann, genannt "Night Shadows", die ersten drei Viertel
sind aber eher nicht sooooo interessant zum Spielen, und wir wollen
ja hart üben & was lernen & so! Ich hab das also für den Bass
umgeschrieben & ein bißchen Schnickschnack dazugemacht, wie ich im
Folgenden näher erläutern werde.
Was diese paar Takte zu einer in meinen Augen sehr guten Übung
macht, ist der harmonische Aufbau: das Stück geht zweimal durch alle
Modi, und zwar in Quintfällen. Nun gibt es ja nichts Musikalischeres
als einen Quintfall (Dominante auf Tonika etc.), sieht man schon an
den II-V-I Verbindungen im Jazz (zwei Quintfälle), die sich gelegentlich
in erweiterter Form als III-VI-II-V-I finden (vier Quintfälle), und ich
kenne einen Lagerfeuerkanon, der bei insgesamt vier Akkorden drei
Quintfälle beinhaltet. Die Form des Stückes sieht also aus wie folgt:
VI - II - V - I - IV - VII - III (zweimal, Ende auf VI)
Ich bin hierbei übrigens von der Durtonart ausgegangen, obwohl das
Stück in moll geschrieben ist - kommt aber aufs Gleiche raus. In
meiner Fassung von d-moll sieht das dann so aus:
dm - gm - C - F - Bb - em - A - D - G - C - F - Bb - e° - A - dm
Ihr seht, ein- zweimal taucht eine Varianttonart auf, Freiheit des
Arrangements & so :-) Das Original ist übrigens in a-moll geschrieben
& auf der Gitarre relativ leicht zu spielen, weil reichlich Leersaiten
verwendet werden. Auf dem Bass gäbe das natürlich ein elendes Gebrubbel!
Ich empfehle daher auch, einen Bass mit C-Saite zu verwenden - wer
keinen zur Verfügung hat, kann natürlich auch alles einfach eine Saite
tiefer spielen, dann ist es wieder a-moll. Klingt aber nicht ganz so schön.
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